Kochbuchausstellung

Krieg, Vertreibung, Hungerwinter
(1940-1948)

Im September 1939 überfällt Hitler Polen. Darauf folgen fünf Jahre Weltkrieg. Was übrig bleibt ist zerstört, vertrieben, verzweifelt. Mit Ausbruch des Krieges werden in Deutschland Lebensmittelmarken eingeführt. Der Zivilbevölkerung wird zugeteilt, was die Front entbehren kann. In deutschen Küchen gibt es Eintopf, jeder Brotkrümel und jedes Gramm Butter werden wertvoller als das Tafelsilber. Nach der totalen Niederlage herrscht in Deutschland bittere Not. In den Hungerwintern 1945-47 sterben Hunderttausende an Unterernährung. Das Deutsche Reich wird aufgeteilt und besetzt. Die Alliierten tragen jetzt Sorge für die Wiederherstellung der Ordnung und die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln. Allein das blockierte Berlin wird 1948/49 927mal täglich angeflogen und mit lebensnotwendigen Gütern versorgt. Die Besatzungsmächte bemühen sich um eine Wirtschaftspolitik zur Produktionssteigerung der Grundbedarfsmittel wie Nahrung und Kohle. Das Wiederaufbauprogramm des Marshall-Plans und die Währungsreform 1948 führen allmählich zur Stabilisierung des Lebens in Deutschland.
Krieg, Vertreibung, Hungerwinter <br />(1940-1948)